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Vom unscheinbaren Schmetterling zum Seidenfaden

Der Maulbeerspinner weist zwei völlig unterschiedliche Lebensabschnitte auf. Vorerst lebt er als Raupe (d.h. als Larve), nach der Puppenzeit als Schmetterling.

Der erwachsene grauweisse Schmetterling hat eine Spannweite von ungefähr 4 cm und lebt nur drei bis vier Tage. In dieser Zeit legt das Weibchen rund 200 bis 400 Eier. Diese werden kühl gelagert, bis genügend Blätter des Maulbeerbaumes zur Verfügung stehen, denn die jungen Maulbeerspinner, die Raupen, fressen nur die Blätter dieses Baumes.

Die Raupe / Larve

Mit dem Schlüpfen der Jungtiere aus den Eiern beginnt ein erster Lebensabschnitt. Die Raupen fressen unermüdlich Maulbeerbaumblätter. Wenn die Haut zu eng geworden ist, häuten sie sich, im Ganzen viermal. Das Gewicht der Raupe nimmt in dieser Zeit um das rund 8000fache zu.

Nach 32 bis 36 Tagen beginnen sich die Raupen einzuspinnen. Zwei Düsen unterhalb des Mundes sondern zwei hauchdünne Fäden ab, die an der Luft sofort zu einem Faden verkleben. Dieser feine, noch unscheinbare Faden ist das Rohmaterial für die kostbaren Seidenstoffe.

Für die spinnreifen Raupen werden im Züchtungsraum Stroh- oder Reisigbündel bereitgestellt. Zwischen Halmen und Zweigen spannen die Raupen zuerst ein lockeres Gespinst. Dann entsteht durch ständiges Drehen des Körpers allmählich ein festes 3 bis 4 cm langes Gehäuse, Kokon genannt, aus einem einzigen Faden gesponnen, 1000 bis 4000 m lang. Nach der Art der Raupe sind die Kokons weiss, gelblich oder grünlich.

Der verpuppte Maulbeerspinner verwandelt sich innert drei Wochen zu einem Schmetterling. Eine Flüssigkeit, die er aus seinem Munde auf eine Stelle der Wand des Kokons absondert, löst das Gespinst auf. Es entsteht eine Öffnung, durch die der nun fortpflanzungsfähige Maulbeerspinner schlüpft. Der Kreislauf der Entwicklung ist geschlossen. Man lässt nur so viel Schmetterlinge ausschlüpfen, als zur Nachzucht benötigt werden.


Auszug aus Buch fadenflip Kantonaler Lehrmittelverlag Luzern
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